Über das Leben

Wie ein alter Mann hinter einer Hotelbar, ein erfülltes Leben führt

Möchtest Du eine Reise antreten, die zu keinem Ziel führt? Oder möchtest Du lieber, mit einem klaren Ziel vor Augen reisen? Stell Dir vor, Du planst eine Wanderung in den Bergen. Was machst Du vor Beginn der Reise? Zu erst setzt man sich ein Ziel, welches man erreichen möchte. Daraufhin beginnt man die Etappen zu planen. Jede einzelne Etappe bringt Dich Deinem Ziel ein kleines Bisschen näher. Sind nun die Etappen und das Ziel klar, wirst Du aufgrund Deiner Entscheidungen die entsprechenden Schuhe wählen. Wirst Du einen steilen Weg gehen, auf dem vereinzelt Steine liegen, wählst Du stabile Wanderschuhe, damit Du Dich nicht auf dem Weg verletzt. Nun kommt der schwierigste Teil: Du musst den ersten Schritt wagen.

So verhält es sich auch mit der Frage: „Führe ich ein erfülltes Leben“. Ist Dein Ziel klar, musst Du Dir Etappen zurechtlegen. Dann wählst Du Dein Werkzeug oder Dein Motiv, um die einzelnen Etappen zu erreichen. Schritt für Schritt wirst Du Deinem Ziel näher kommen.

Erfüllung bedeutet Mut, Klarheit und Planung. Bist Du mutig und ist Dir Dein Ziel klar und die Planung vollendet, wird sich immer mehr ein Gefühl von Freiheit ausbreiten.

Ein erfülltes Leben bedeutet Freiheit.

Wenn man ein erfülltes Leben führt, verändert man seine Gedanken und seine Gefühle positiv. Es gibt wenig was einen aus der Bahn werfen kann. Doch wenn man etwas tut z.B. einen Job ausübt oder etwas Studiert, was einen nicht erfüllt und setzt sich damit auseinander, kann es dazu führen, dass man negative Gefühle entwickelt. Es wird einem auf einen Schlag klar, dass die Unzufriedenheit unmittelbar mit dem geführten Leben zusammenhängt.

Wenn Du gerade in dieser Lage bist, ist es wichtig seine Denkweise zu verändern. Es ist keinesfalls verwerflich, unglücklich zu sein. Es gibt auf dieser Welt unzählige Menschen die unglücklich sind, doch den tatsächlichen Grund dafür vermutlich nicht wissen. Darum können sie sich selbst nicht helfen.
Der erste Schritt zu einem erfüllten Leben, ist die Veränderung Deiner Wahrnehmung. Deine Wahrnehmung sorgt dafür, dass Du glücklich oder unglücklich bist. Änderst Du sie ins positive, wird sich Deine Gefühlslage automatisch verbessern.

Wie erfahre ich was mich erfüllt?

A short Story

Es ist Sonntagabend. Nach einem tollen, aber dennoch sehr langen Samstagabend, bin ich heute sehr müde. Doch es steht mir noch eine Autofahrt von über 2 Stunden bevor. 20:00 Uhr pünktlich am Flughafen angekommen, warte ich nun auf eine Arbeitskollegin. Wir sind beide für ein Seminar in Hessen angemeldet und haben ausgemacht, dass wir gemeinsam mit dem Auto zum Seminarhotel fahren.

Nach ca. 3 Stunden, sehr interessante Gespräche und etwas Stau, erreichten wir um ca. 23:00 Uhr das Hotel. Vereinzelt sieht man noch Lichter in den Zimmern, was mir zeigt, dass noch nicht alle Gäste zu Bett gegangen sind.

Als wir an der Rezeption stehen, fällt mir ein älteres Pärchen auf. Sie reden nicht viel miteinander. Es scheint als würde der TV, der aktuell schlechte Nachrichten zeigt, all ihre Aufmerksamkeit in Beschlag nehmen. Zusätzlich zum TV Programm, haben beide Ihr Smartphon auf dem Tisch, so dass man sich auch nicht wirklich unterhalten muss. Ich dachte, wie schade es doch ist, dass sich zwei Menschen nichts mehr, oder wenig, zu sagen haben.

Meine Kollegin checkte ein.

Als ich nun an der Reihe war, fiel mir auf, dass der Mann, welcher mich gerade bedient, ein stolzes alter besaß. Doch ich war müde und wollte mir keine weiteren Gedanken über diesen Mann machen. Eigentlich wollte ich nur noch meine Ruhe. Nachdem ich eingecheckt habe, meiner Kollegin eine gute Nacht wünschte und mein Gepäck auf das Zimmer brachte, kam dieser Gedanke, noch einmal nach unten an die Bar zu gehen. Irgendwie ging mir dieser ältere Mann nicht mehr aus dem Kopf.

Ich traf also die Entscheidung, noch ein Glas Wein zu mir zunehmen und mich gegebenenfalls, mit diesem Mann an der Rezeption zu unterhalten.  

Wenige Minuten später sitzte ich, mit einem Glas Weißwein, alleine an der Bar, während der mysteriöse Mann die Bar sauber macht. Ich denke darüber nach, wie ich das Gespräch beginnen kann. Es war offensichtlich, dass dieser Mann nicht den ersten Schritt machen wird. „Oh Gotte“ dachte ich, „warum bin ich nur so unsicher?“ Nach ca. 10 min. stille und ein paar Schlucke Wein, begann ich das Gespräch mit einer einfachen Frage.

„Wie lange sind sie schon hier beschäftigt?“ Nach einer kurzen Pause und einem Blick der mir verriet, dass er diese Frage vermutlich nicht von jedem Gast gestellt bekommt, antwortete er: „seit ca. 10 Jahren.“ „Darf ich nach Ihrem Alter fragen?“. Mit einem leichte Akzent – er kam offensichtlich nicht aus Deutschland – antwortete er: „ich bin 75 Jahre alt.“ Sichtlich erstaunt, nahm ich einen weiteren Schluck aus meinem Glas und überlegte mir die nächste Frage. „Warum sind sie hier, wenn sie doch eigentlich in Rente gehen können?“. Er nahm eine Flasche Rotwein, säuberte sie mit einem feuchten Tuch und trocknete sie daraufhin ab. Nach dem er die Flasche zurück in das Regal stellte, mit dem Etikett nach vorne, fing er an zu erzählen. „Wissen sie, vor ca. 2 Jahren, habe ich meine Frau verloren. Sie war krank und starb.“ „Bitte entschuldigen Sie, dass wusste ich nicht.“ „Das ist in Ordnung“ antwortete er. „Ich habe viel erlebt, bin mit 25 nach Deutschland gekommen, da im heutigen Serbien der Krieg begann. Zur meiner Zeit war es noch Jugoslawien.
Mein Vater hatte zu diesem Zeitpunkt ein Restaurant in Deutschland eröffnet, in dem ich bis zur Rente arbeitete.“ Ich merkte, dass er so langsam aus sich heraus kam. „Also haben Sie sehr viele Menschen in Ihrem Leben gesehen und wahrlich ist der Job nicht einfach.“ „Da haben Sie Recht. Aber das ist das was ich kann. Ich habe es Jahre lang gemacht.“ „Ist das der Grund, weshalb Sie hier sind?“ „Wissen Sie, meine Rente ist nicht so hoch. Dennoch habe ich von meiner Rente eine kurze Weile leben können. Das Haus ist abgezahlt und meine Kinder sind, seit einigen Jahren, aus dem Haus. Sie führen ihr eigenes Leben. Ich bin aber kein Mensch, der gerne zuhause seine Zeit absitzt und darauf wartet zu sterben.“ Ich hatte wirklich nicht damit gerechnet, dass er auf einmal so offen ist. „Ich habe mir gedacht“, sagte er „was kann ich tun um meine Zeit sinnvoll zu nutzen? Ich habe angefangen sehr viel zu lesen, habe mit meiner Frau viele Dinge unternommen und mich um meine Enkel gekümmert. Doch das Geld wurde schnell knapp.“ „Leider ist es bei vielen Mensch in diesem Alter so.“ „Richtig. Also habe ich mich hier beworben und wurde prompt eingestellt.“ „Und macht es Ihnen spaß?“ „Wenn man weiß weshalb man etwas tut, ist es automatisch mit Spaß verbunden.“ „Da haben sie recht.“. Stille. Der Mann nahm wieder sein Tuch in die Hand und säubert eine nächste Flasche. Feucht abwischen, trocknen und ab in das Regal. Wichtig: das Etikett nach vorne. Nur so kann man sehen welchen Wein man trinken möchte. „Mir fällt auf, dass sie sehr sorgfältig reinigen.“ Er drehte sich zu mir um und schaute mir in die Augen: „Ich weiß, dass ich nicht mehr der Schnellste bin, doch wenn alles sauber und ordentlich ist, bekommt man ein viel besseren ersten Eindruck. Ich bin lieber langsam und ordentlich als schnell und chaotisch“ „Den guten Eindruck habe ich auf jeden Fall bekommen“ er lachte.

Wir unterhielten uns noch eine ganze Weile. Er erzählte mir, wie er seine Frau kennenlernte. Erzählte mir von seinen beiden Kindern und was sie gerade machen. Im Gegensatz zum ersten Kontakt, war er nun sehr aufgeschlossen und übermittelte mir das Gefühl fröhlich zu sein.

Nach dem eine kurze Pause eintrat, schaute ich auf die Uhr und stellte fest, dass es schon halb eins war. So trank ich meinen letzten Schluck und verabschiedetet mich von dem netten alten Mann.

Er schaute mich an und reichte mir die Hand. Er sagte: „Vielen Dank für das nette Gespräch. Bleiben sie wie sie sind. Gute Nacht“. Ich erwiderte seinen Handschlag und antwortete: „Bleiben Sie ebenfalls gesund und machen sie genau so weiter. Gute Nacht“ Er lächelte mich an und nickte.

Sichtlich war er sehr dankbar darüber, dass er noch zur späten Stunde einen Gesprächspartner hatte.

Als ich in mein Zimmer ging, wurde mir bewusst was es heißt, seinen Weg zu gehen, ganz gleich was Andere von einem denken.

Dem alten Mann war es egal, was die Gäste von ihm dachten. Ihm war bewusst, dass er nicht mehr so schnell war, aber seine Arbeit gewissenhaft erledigte. Er wusste genau weshalb er seiner Arbeit nachging. Dem Mann hinter der Bar war sein Ziel klar.
Das ist ein erfülltes Leben.

Wenn Du weist warum Du hier bist, solltest Du Dir darüber Gedanken machen, wie Du Dein Ziel erreichen kannst. Stell Dir die Frage was Du tun kannst, um Dein Ziel zu erreichen.

Ich habe mir, nach dem mir bewusst wurde was ich in mein Leben gerne machen möchte, ein Vision Board angelegt. Ein Vision Bord ist eine Art Plakat, auf dem ganz oben Dein Ziel steht. Ist Dir Dein Ziel bekannt, musst Du Dir darüber Gedanken machen, wie Du dieses Ziel erreichen kannst. Ich nenne es Etappen festlegen. Das können Monats- oder Jahresetappen sein. Ganz gleich wie schnell Du Dein Ziel erreichen möchtest.
Die Etappen können z.B. Seminare, Reisen etc. sein. Keiner kann Dir die Etappen vorgeben, Du musst sie Dir nach deinen Wünschen festlegen. Ist das Vision Board fertig, hänge es an einem Ort auf, an dem Du es jeden Tag sehen kannst.

Es gibt Menschen, die sogar ein Bild von Ihrem Vision Board machen und es als Hintergrundbild auf Ihrem Handy speichern. So haben Sie es jederzeit dabei und werden täglich daran erinnert, was sie erreichen möchten.

Wichtig ist, dass man sein Ziel visuell macht. Denn wenn das Ziel nur in Deinen Gedanken existiert, kann es sein, dass Du es schnell aus den Augen verlierst, da es so viele Dinge im Alltag gibt, die einen ablenken.

Fällt Dir etwas auf?
Genau, eigentlich ist nicht das Ziel der Weg, sondern der Weg ist das Ziel. Ohne klaren Weg mit klaren Etappen, kann es sehr schwer werden, sein Ziel zu erreichen.

Sobald Du das Ziel deiner Reise kennst, Du nicht mehr darüber nachdenkst was Andere über Dich denken und ohne Furcht den ersten Schritt machst, wird sich Dein Leben auf eine einzigartiger Weiße positiv verändern.

Mach den ersten Schritt. Du KANNST

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